52
verliebt bin, werde ich mein Augenmerk auf ſie richten.“
Ein leiſes Klopfen an der Thüre des Ateliers 6 unterbricht den Schwätzer. „Herein!“ ruft Leopold,„der Schlüſſel egkt., „Ohne Zweifel iſt es Friedrich,“ antwortei Der⸗
—
lier. Bei ihrem Anblick ſteht der junge Maler ſchnell auf und ſagt:„Ihr ſeid es, Cathrine? Sollte mein Vater unwohl ſein?“
„Nein, Herr, aber ein alter Freund Ihres Herrn Vaters iſt bei uns, der Sie gerne ſprechen möchte und nicht ſo weit hinaufſteigen kann, weil er die Gicht hat. Der Herr läßt fragen, ob Sie nicht ei⸗
nen Augenblick kommen könnten?“
„Mein Vater wohnt hier in der Nähe, in der Straße Saint⸗George. Erlauben Sie mir, dorthin zu gehen?... Ich werde nicht lange wegbleiben,“ ſagte Leopold, zu Derneſty gewendet. ſ
„Gehen Sie, mein junger Künſtler, gehen Sie, geniren Sie ſich nicht.., ich habe keine Eile; meine Taſche iſt voll von Cigaretten!... Aber Sie erlau⸗, ben mir, hier meinen Freund zu erwarten, dem ich ein Stelldichein gegeben.“
„Gewiß, mein Herr... ich wiederhole, daß ich mich beeilen werde.“
„Noch ein Mal, laſſen Sie ſich Zeit!... Ich be⸗ finde mich ſehr gut auf dieſem Divan. Ich bitte Sie, Ihre Geſchäfte abzumachen, als ob ich nicht hier wäre.
neſth. Anſtatt Friedrichs tritteine Haushälterin in das Ate⸗


