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beſſer kennen, will ich Sie aufmarſchiren laſſen, in Schwung bringenz ich gehe in die glänzendſten Ge⸗ ſellſchaften, ich habe die ſchönſten Bekanntſchaften, ich werde Sie überall vorſtellen.“
Leopold begnügt ſich mit einer Verbeugung: die Anträge des Herrn Derneſty ſcheinen ihn nicht in Verſuchung zu führen. Dieſer indeß, der ganz die Miene und den Ton eines mächtigen Beſchützers annimmt, legt ſich halb auf den Divan zurück und fährt fort:„Alſo denn, mein junger Freund, ich nenne Sie ſo, weil ich wenigſtens fünf bis ſechs Jahre älter bin und beſonders eine große Welter⸗ fahrung beſitze: ich will ihr Mäcenas ſein und um den Anfang zu machen... a propos vor Allem, man kann hier rauchen, nicht wahr?“„
„Ei, gewiß! wünſchen Sie ECigarren?“
„Danke, habe Cigaretten, liebe das mehr, laſſen Sie mich nur anzünden.“
„Hier ſind Zündhölzer.“
„Sehr verbunden.“
Derneſty hat aus ſeinem Etui eine duftende Ci⸗ garette gezogen, die er anzündet und fährt ſchmau⸗ chend fort:„Wir ſagten alſo, um einen Maler in's Renommeée zu bringen, müßte man Porträts oder Gemälde bei ihm beſtellen„ nun ſah ich bei Frau von Armenville jene hübſche Landſchaft, worin Sie dieſe Dame und ihre Schweſter in halber Lebens⸗ größe darſtellten; ich fand das reizend, entzückend: die Geſichter ſind vollkommen getroffen, was ſehr ſchwer iſt, wenn man nur halbe Lebensgröße nimmt.
Paul de Kock. LXRXvII. 4


