Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Wenn er aber allein war, wenn er Niemand

mehr erwartete, mit welchem Vergnügen zog dann der junge Maler den Vorhang weg, der ihm Roſa⸗ Maria's Züge verbarg, und ſtellte er ſich vor dieſes geliebte Bild, das er lange traurig, doch voll Liebe betrachtete! Dann glaubte er noch in dem Forſte, noch bei dem jungen Mädchen zu ſein: er bildete ſich ein, ihre ſanfte Stimme ſäusle an ſeinem Ohr; er redete zu ihr, als ob ſie ihn hören könnte! Dieſes Glück war nur eine Täuſchung, eine Chimäre, aber einige Augenblicke vergaß er darob ſeinen Kummer. Levpold hatte eben den grünen Vorhang wegge⸗ zogen; er ſtand in Betrachtung vor dem Bilde Roſa⸗ Maria's und ſeufzte, bei ſich ſagend:„Werde ich ihr

alſo niemals begegnen können? Sie iſt in Paris;

aber was thut ſie? Wenn ich nur wenigſtens hoffen dürfte, daß ſie an mich denkt.“

Ein leiſes Anklopfen an die Thüre des Ateliers

reißt den jungen Maler aus ſeinen Träumen. Er beeilt ſich„den Vorhang zu ſchließen, ihn ſorgfältig anzubinden; dann geht er, die Thüre nach dem Eſtricht hinaus zu öffnen, deren Schlüſſel er immer vorſichtig abzieht, wn er das Porträt ſeiner Ge⸗ liebten anſehen will.

„Al * ſet Veſier ſieht.

Der Zierbengel, der jetzt im Morgennegligé, aper immer mit Geſchmack, mit Sorgfalt gekleidet iſt und im Nothfall zu einem Modebild ſitzen könnte,

tritt in das Atelier mit dem Ausruf:„Wie, mein

err Derneſty!“ ruft Leopold,