Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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lungen: er hatte Nichts von dem ſchönen Mädchen des Forſtes erfahren und darum war er ſo traurig, ſo nachdenkend in ſeinem Atelier.

In einer Art Niſche dieſes Gemachs bemerkt man einen großen grünen Vorhang, der oben an eine Art Triangel geheftet und unten mit Bändern an Ringe geknüpft war. Dieſer Vorhang verbarg Roſa⸗ Maria's Porträt. Obgleich das junge Mädchen nur in halber Lebensgröße ſich darſtellte, ſo war doch ihr Geſicht ſo ſprechend ähnlich, daß Jeder, der ſie zuvor geſehen hatte, ſie wiedererkennen mußte. Nach ſeiner Rückkehr von Fontainebleau hat Leopold dieſes Ge⸗ mälde ſeinem Vater gezeigt und war von dieſem wegen ſeiner richtigen Wahl und treffender Ausfüh⸗ rung des Modells gelobt worden. Der junge Maler hatte eine Geſchichte erſonnen und ausgeſagt: er habe das Porträt eines jungen Mädchens, das er oft auf dem Felde ſehe, gemacht, ohne daß ſie es auch nur ahnte. Hernach aber hatte er den Beſuchern ſeines Ateliers den Anblick der reizenden Züge Roſa⸗ Maria's mißgönnt und das Gemälde unter einem dichten, an beiden untern Ecken zugezogenen Vor⸗ hang verborgen. Wenn ihn Kameraden, Freunde oder Dilettanten fragten, was hinter dem Vorhang ſei, ſo antwortete er kurzweg: es ſei die erſte Skizze eines Gemäldes, das er auszuführen gedenke, das er aber nicht ſehen laſſen wolle, aus Furcht, man möchte ihm ſeine Idee entwenden. Dieſe Antwort hielt in der Regel Jeden ab, weiter in ihn zu dringen.