Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Er iſt nicht gefährlich, aber ſehr ſchmerzhaft. So⸗ dann feſſelt er euch bald vierzehn Tage, bald vier Wochen an euren Stuhl. Leopold, der zu bald wieder hatte laufen wollen, in der Hoffnung ſeine Heilung zu beſchleunigen, hatte dieſe im Gegentheil hintertrieben und darum war er vor der Abreiſe der Roſa⸗Maria in die Hauptſtadt nicht in dem Dorſe Avon erſchienen.

Kaum endlich hatte er den Gebrauch ſeines Beins wiedergewonnen, als er mit der Eiſenbahn nach Corbeil, dann mit dem Poſtwagen nach Fontaine⸗ bleau gefahren war und von da ſich zu Fuß bis in's Dorf begeben hatte, indem er bereits ſein Herz mächtig ſchlagen fühlte bei dem Gedanken, bald ſein hinreißendes Modell wieder zu ſehen.

„Sie denkt vielleicht, ich habe ſie vergeſſen!“ ſagte der junge Maler unterwegs bei ſich.„Die Zeit, wo ich zurückzukehren verſprach, iſt ſeit mehr als einem Monat vorüber... aber ich werde ihr den Unfall, der mir begegnete, erzählen und ſie wird mir glauben, denn ſie muß in meinen Augen leſen, daß ich ſie fortwährend liebe und mein ein⸗ ziger Wunſch iſt, meine Tage mit ihr zu verleben.“

Bald war Leopold an den erſten Häuſern des Dorfes angekommen, dann hatte er ſeinen ſchnellen Gang gemäßigt, dann, ſich ganz bewegt und ver⸗ wirrt fühlend, einen Augenblick unter einem Baum ausgeruht und folgende Erwägung gepflogen:„Wenn ihr Vater mich nicht gut anfnähme... wenn er böſe würde, daß ich ohne ſeine Erlaubniß mit Roſa Be⸗