Teil eines Werkes 
4. Th. (1845)
Entstehung
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Verſprechen vergeſſen, als er von dem lieblichen Kinde entfernt war, welches ihn ſo gerne ſein rei⸗ zendes Geſicht hatte abzeichnen laſſen? Nein, es war dem nicht ſo. Aber die Dinge gehen nicht im⸗ mer, wie wir es hoffen, und die einfachſte Sache genügt oft, um eine ganze Folge von Plänen und Entwürfen für die Zukunft zu ſtören.

Ungefähr vier Wochen nach ſeiner Rückkehr nach Paris, eben als der junge Maler Anſtalten traf, nach Fontainebleau abzureiſen, hatte er, als er auf der Straße ging, einen Schlag am Fuße geſpürt, dann einen ſehr lebhaften Schmerz und endlich wurde es ihm unmöglich, die Ferſe ſeines Fußes auf den Voden zu ſtellen und weiter zu gehen.

Leopold hatte ſich umgekehrt und ſchaute rings⸗ umher, indem er zu errathen ſuchte, woher ihm der vermeintliche Schlag kommen könne, aber es ging eben jetzt Niemand in ſeiner Nähe vorüber und er konnte nicht angeſtoßen worden ſein. Er hatte kei⸗ nen Schlag erhalten, keinen Sturz und keinen fal⸗ ſchen Tritt gethan und dennoch war er auf ein Mal hinkend geworden.

Das iſt einer der tauſend Unfälle, welchen unſere gebrechliche Natur unterworfen iſt und wogegen keine Vorſichtsmaßregel Etwas hilft. Leopold hatte, was man im gemeinen Leben heißt: einen Gangadern⸗ krampf bekommen. Das iſt einer der Zufälle, die euch in einem Augenblick, wo ihr euch am wenigſten darauf verſehet, überfallen; bisweilen, wenn ihr zum Eſſen ausgehet, oder euch auf den Ball begebt.