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Herr Soufflat drückt ſeine Lippen zuſammen, macht ein ſehr zweifelhaftes Geſicht und ſtammelt: „Hm!.. hm!.. wer mich je wieder in einer erſten Vorſtellung trifft...“
Wenig erbaut von dieſer Antwort grüßt der Autor und geht, indem er bei ſich ſagt:„So ſind die Leute! Drei Viertheile davon haben keine andere Meinung, als die man ihnen auf dem LTeller prãä⸗ ſentirt: unfähig, ſelbſt zu urtheilen, warten ſie mit ihrem Ansſpruch, bis ein Kühnerer anfangt. Sei ſein Ausſpruch günſtig für uns: ſie theilen ihn; ſei er ungünſtig: ſie theilen ihn gleichfalls.“
Mondigo fährt nach Hauſe und geſteht ſich: „Meine Frau hatte recht: ich war ein Eſel mit meinen Billeten.. fortan werde ich es machen wie die Andern. Welch' peinlicher Tag! Seine Zeit mit Warten zubringen, bis Eingeladene kommen, zwei unnöthige Gänge machen, Cabriolete nehmen, Commiſſionäre zahlen, Plätze an Leute verſchenken, die ſie Andern geben, oder erſt kommen, wenn Alles vorbei iſt, oder ſie gar zurückſchicken, dabei ſich ſchlechte Complimente machen laſſen... danke ſchön, habe genug daran.“
Begreifet ihr jetzt, warum die Autoren keine Freibillete mehr geben? Ausnehmen muß ich indeß die erſten drei Vorſtellungen ihrer Werke, wo ſie dieſelben den Römern des Parterres überlaſſen oder
ſolchen Freunden ſchenken, welche ſich die Mühe neh⸗
men, ſie abzuholen vder abholen zu laſſen.


