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wir ankworten, daß wir in einem Jahrhundert leben, wo dieſe Gelvliebe, dieſer Gelddurſt ein allgemeiner geworden iſt⸗ daß ſomit die dramatiſchen Autoren nicht mehr zu tadeln ſind als andere Menſchenkinder, wenn ſie von ihrer Arbeit ſo viel wie möglich Nutzen ziehen wollen; ja am allerwenigſten ſie, die ſo vielen Unfällen ausgeſetzt ſind und oft an einem Abend, in ein paar Stunden und bisweilen in noch kürzerer Zeit die Frucht von zweimonatlicher Arbeit und einſamer Nachtwachen dahinſchwinden ſehen müſſen.
Aber ihr habt keine Waare, keine Capitalien in die Schanze geſchlagen! werden gewiſſe Leute rufen. Was verlieret ihr alſo? Höchſtens gewinnet ihr Nichts.
Was ich verliere, ich, ein dramatiſcher Schrift⸗ ſteller, wenn mein Stück durchfällt? Ei, ich verliere die ganze Zeit, die ich auf dieſe Arbeit verwendet, und dieſe Arbeit, die euch ein Spiel, eine Kleinig⸗ keit, ein Spaß ſcheint, weil ſie zur Erheiterung eurer müßigen Augenblicke beſtimmt iſt, dieſe Arbeit ſtrengt mehr an als die des Taglöhners, des Handwerkers, denn ſie ſpannt ohne Unterlaß die Fiebern an, welche mit dem Gehirn im Zuſammenhang ſtehen; ſie er⸗ hitzt das Blut, reizt die Nerven auf und hält unſern Geiſt unaufhörlich in Bewegung. vorausgeſetzt⸗ daß wir einen haben und muß aus demſelben Grunde diejenigen noch viel mehr abmatten, welche wenig haben(ſchier hätte ich geſagt: keinen) und ſich dann unerhörte Mühe geben, Etwas aus ihrem Kopfe herauszubringen, in welchem ſie Nichts finden⸗


