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Verlegenheit des Reichthums ſtiellte ſich gleich bei mir ein. Ich glaube ſogar, daß ich damals ſeltener meine lieben Lieder ſang wie vorher. Nach Verlauf von ſechs Wochen wurde mir die Erbſchaft zugeſtellt: ich hatte die Summe bei einem Bankier in Nemours erhoben. Mit dieſer begab ich mich zu einem rei⸗ chen Capitaliſten in unſerer Gegend, zu Herrn Can⸗ drillon, das iſt ein komiſcher Name, nicht wahr? aber der Name thut Nichts zur Sache, es iſt ein braver Mann und ſehr leutſelig; ich fragte ihn um Rath, da ich nicht wußte, was ich mit meinem Gelde machen ſollte. Er konnte es nicht überneh⸗ men, aber er rieth mir, es nach Paris zu einem Bankier Ju thun, für den er mir ſtehe: zu Herrn St. Godibert, ja ſo heißt er, St. Godibert, dieſer werde mir die Procente daraus bezahlen. Meiner Treu', ich fand den Rath gut und dachte: Paris iſt eine ſehr angenehme Stadt, ich bleibe den Winter über dort und kehre im Sommer wieder nach Ne⸗ mours zurück!... Ach, beim Kuckuk! das wäre das Leben eines großen Herrn geweſen! aber wenn man in ſeinem ſechszigſten Jahre zufällig in den Beſitz ei⸗ nes Vermögens gelangt, allein iſt und keine Kinder hat, ſo glaube ich, hat man wohl das Recht, es zu genießen, nicht wahr?“
„Fahren Sie fort, Herr Savenay, fahren Sie fort; wenn Sie wüßten, wie ſehr mich Ihre Erzäh⸗ lung intereſſirt!“
„Ach, mein böſer Geiſt hat mir alle dieſe Plane eingegeben oder vielmehr, es hat ſo kommen ſol⸗


