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Alle ſind der Anſicht des Greiſen und Jedes ver⸗ ſpricht ihm auch fernerhin ſeine Unterſtützung bei dem guten Werke, das er unternommen. Dieſe Nacht bleibt eine Nachbarin da, um der Kranken zu wachen, und der gute Mann legt ſich zum erſten Mal, ohne ein Liedchen ſeines geliebten Dichters zu trällern, in's Bett.
Der unſelige oder heilbringende Zeitraum, den der Arzt angekündigt hatte, wurde von Allen, die Roſa⸗Maria verpflegten, ungeduldig erwartet. Dieſer neunte Tag der Krankheit iſt erſchienen und die Kranke fällt in der That nach einem außerordentlich heftigen Anfall des Deliriums in eine tiefe Abmattung, dann ſcheint ſie ruhiger zu werden und ein feſter Schlaf folgt auf dieſe letzte Criſis.
„Sie iſt gerettet!“ ſagt der Arzt, der ſich gerade bei der Kranken befindet,„jede Gefahr iſt vorüber; jetzt Ruhe, ſorgfältige Pflege, keine Unbeſonnenheiten und das arme Kind iſt in zwölf bis vierzehn Tagen wieder im Stande, auszugehen.“
Dieſe Worte des Doktors verurſachen eine auf⸗ richtige Freude unter allen Anweſenden, denn Jedes intereſſirte ſich lebhaft für die junge Unbekannte; je mehr man für ſie gethon hatte, je glücklicher machte Einen der Gedanke, daß es nicht umſonſt geweſen ſei.
Der Arzt hatte ſich nicht geirrt: nach einem ſehr langen Schlaf ſchlägt Roſa⸗Maria die Augen auf; ſie iſt ruhig, ſie fühlt ſich beſſer; ſie blickt um ſich her und ſucht ſich zu beſinnen, wo ſie ſein könne, und in dieſem Augenblick hört ſie mit Staunen eine feine helle Stimme dicht neben ſich ſingen:


