134 hinauf, der gerade zu Hauſe iſt und alle Nachbarinnen bei ihm.
Der Mann mit dem Koſakengeſicht ſieht nach der Kranken, ſtößt einen tiefen Seufzer aus und ſagt: „Mein Gott, wie hat ſie ſich ſchon verändert!.. ich habe ſie ſo hübſch und ſo friſch im Wagen geſehen, daß es ein allgemeiner Ausruf der Bewunderung war; die Männer konnten ſich nicht ſatt betrachten und jetzt iſt ihre blühende Farbe ſchon verſchwunden, ihre Augen liegen tief und haben Ringe und ihre Lippen ſind blaß.“
„Trotz dem ſieht man immer noch, daß ſie ſehr hübſch iſt!“ murmelt Bichat, ſeinen Kopf vorſtreckend.
Aber ſeine Frau zieht ihn am Rockſchoß, reißt ihn in den Hintergrund der Stube und ſagt:„Eure Bemerkung iſt ſehr ſeltſam, Herr Bichat, kehrt zu Euren Töpfen zurück, das wird beſſer ſein als un⸗
ſchickliches Zeug zu reden.“
Der Vater Savenay tritt auf den ehemaligen Knopfmacher zu und beginnt:„Mein Herr, es wäre von großer Wichtigkeit, die Familie dieſes jungen Mädchens zu entdecken, welche jedenfalls des armen Findes wegen ſehr in Sorgen ſein muß, ſagen Sie
uns um Gottes willen Alles, was Sie wiſſen, wenn
uns das auf eine Spur führen könnte.“
„Was wollen Sie, daß ich Ihnen ſagen ſoll?“ ruft Glureau aus,„ich weiß gar Nichts; ſehen Sie, das iſt die ganze Geſchichte: Ich war auf dem Eiſen⸗ vahnzug, ich kam von Orleans her, auf einem der erſten Plätze, weil es keinen andern mehr gegeben
——


