Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

133

Der Doktor betrachtet das junge Mädchen, billigt faſt Alles, was der Greis verordnet hat, und ver⸗ ſchreibt eine Arznei.

Man muß dem Fieber ſeinen Lauf laſſen, ſagt er hierauf;bis zum neunten Tage kann ich für

Nichts ſtehen; aber dann muß man hoffen, daß eine

heilſame Criſis eintreten und die Jugend der Kran⸗ ken über das Uebel ſiegen wird.

Wenn ſie aber ſtürbe! ruft Frau Bichat aus, als ſich der Arzt entfernt hat;nicht einmal zu wiſſen, wie ſie heißt... Gevatter Glureau weiß es vielleicht.

Sobald er wieder kommt, Nachbarin, ſagt Sa⸗ venay,ſo heißt ihn heraufgehen, ich will ihn befra⸗ gen; wir geben uns dann Mühe, mit dem, was aus dem Manne herauszubringen iſt, Etwas über das junge Mädchen zu erfahren.

Der Aufſeher der Gaſſenkehrer ermangelte nicht, ſich jeden Tag nach dem Befinden Der zu erkundigen, die er ſeine Schützlingin nannte, und der Töpfer konnte ihm bloß ſagen, was er von ſeiner Frau er⸗ fuhr, die noch nicht zugegeben, daß er die Jungfrau im Bette beſucht hatte.

Aber der beängſtigende Zuſtand Roſa⸗Maria's geſtattete der Frau Bichat nicht mehr, an ihre Eifer⸗ ſucht zu denken, und ſie ſagte zu ihrem Mann, er möchte Glureau zu dem Hausherrn hinaufſchicken, ſobald er komme. X

Der galante Töpfer ergreift dieſe Gelegenheit, ebenfalls die Kranke zu beſuchen, und er geht, ſo⸗ bald der Gevatter da iſt, mit ihm zu Savenay