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ſchwatzt, noch zu leſen und zu arbeiten hatte; und im Sommer war ich mit Tagesanbruch, im Winter um fünf Uhr ſchon wieder auf; dieſer Lebensweiſe verdanke ich vielleicht meine gute Geſundheit. Deß⸗ halb will ich bis Mitternacht wachen und um vier Uhr ſiehe ich ſchon wieder auf und ſetze mich an's Bett der Kranken. Um ſechs oder ſieben Uhr iſt es dann Zeit genug, mich abzulöſen.“
Die Nachbarinnen und Frau Bichat geben dem guten Mann nach; ſie gehen und verſprechen, am folgenden Morgen bald zu kommen, um zu hören, wie die Kleine ihre Nacht zugebracht hat.
Als ſie ſich entfernt haben, ſpricht Vater Sa⸗ venay für ſich:„Ich lege mich gar nicht ſchlafen,
ſondern wache die ganze Nacht bei dem armen Kind;
wenn ich aber den Nachbarinnen geſagt hätte, daß dieſes meine Abſicht ſei, ſo würden ſie es nicht zu⸗ gegeben haben; ſie hätten heute, auch morgen noch gewacht, dann wäre aber vielleicht ihr Eifer erkaltet; es iſt daher beſſer, wenn ich ihn zu erhalten ſuche, denn ich fürchte, das junge Mädchen wird denſelben lange in Anſpruch nehmen müſſen. Es gibt ſo viele Leute, die für kurze Zeit einen Anfall von Gutmüthigkeit und Gefühl haben, deren edle Empfindungen aber eben ſo ſchnell erlöſchen, als ſie erweckt worden ſind. Der Greis nimmt auf einem Tiſchchen ein kleines dick eingebundenes Buch, welches er mit Liebe zu betrachten ſcheint, und murmelt vor ſich hin:„Glück⸗ licher Weiſe haben ſie mir das nicht geſtohlen, es hätte mir ſehr leid gethan! Ich weiß zwar, daß Paul de Kock. LXRvI, 9


