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„Darin liegt gerade der Beweis⸗ daß man ihm keine ſechszigtauſend Franken geſtohlen hat; denn wäre es dann glaubwürdig, daß er ſo heiter ſein könnte?“
„Nein, das wäre phyſiſch unmöglich; wenn man mir nur ſechszig Franken geſtohlen hätte, bekäme ich ſicher eine Gelbſucht, von der ich nicht mehr geheilt würde.“
Der Vater Savenay ſprach ſelten von dem Un⸗ fall, der ihn ſeines Vermögens beraubt hatte. Das Geſpräch der drei Klatſchbaſen, ſeiner Nachbarinnen, veweist, daß er Recht hatte: im Allgemeinen ſchenkt die Welt dem Unglück Anderer wenig Glaubenz ſie ſetzt voraus, daß Der, welcher das Opfer eines Dieb⸗ ſtahls oder deſſen Zutrauen mißbraucht wurde, den Werth ſeines Verluſtes vergrößere, um mehr Inter⸗ eſſe zu erregen. Und da dieſes in der That ſchon oft der Fall geweſen iſt, ſo folgt daraus wie immer, daß man Denen, welche die Wahrheit ſprechen, ſo wenig glaubt als Denen, die lügen.
Mit der Nacht kehrt der Greis zu dem jungen Mädchen zurück, für welche er bereits eine lebhafte Theilnahme empfindet. Mit ihrem Zuſtand ſchien noch nicht die mindeſte Veränderung vorgegangen zu ſein; eine der Nachbarinnen bietet ſich an, die Nacht über zu wachen, aber Vater Savenay verſetzt:
„Machen Sie ſich noch keine Mühe, ſo lange es nicht
nöthig iſt; ich bin daran gewöhnt, wenig zu ſchlafen. In Nemours legte ich mich ſpät nieder, weil ich, nach⸗ dem ich mit meinen Bekannten geplaudert und ge⸗


