Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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nicht in Verwunderung: ich wußte wohl, daß Sie Mitleid mit dem armen Kinde haben würden. Potz Kuckuk! wenn man mich nicht beſtohlen hätte, wäre ich reich, wohlhabend wenigſtens, und könnte der Kleinen eine Wärterin bezahlen; aber was geſchehen iſt, iſt vorbei, darüber läßt ſich Nichts mehr ſagen. Jetzt wachen wir eben ſelbſt. Ich gehe zum Eſſen, denn die Geſunden müſſen zum Mindeſten ihre Kräfte erhalten, damit ſie den Leidenden beiſtehen können; dann gehe ich noch einmal an mein Geſchäft; ich komme aber ſo bald als möglich wieder.“

„Der Vater Savenay iſt alſo beſtohlen worden?“ fragt eine Nachbarin Frau Bichat, nachdem der gute Mann ſich wieder entfernt hat.

„So viel er ſagt, iſt er in einem Walde ange⸗ fallen worden und man hat ihm eine bedeutende Summe, ſechszigtauſend Franken, geraubt, das geht ihm ſehr nach.“

„Dem Vater Savenay ſechszigtauſend Franken... ah bah! woher ſollte er ſie denn haben?“

„Ach, meiner Treu'! ich weiß es nicht; es iſt auch möglich, daß er die Summe ein Bischen vergrößert!“

„Es iſt alle Mal ſo: wenn man beſtohlen wird, ſagt man immer, es ſei mehr geweſen.“

„Um das Unglück intereſſanter zu machen.“

„Vielleicht hat man ihm ſechshundert Franken ge⸗ ſtohlen!“ 8

„Vielleicht nicht ſo viel! Aber einerlei, er iſt ein braver, gefälliger, dienſtfertiger Mann.“

„Und immer heiter und frohen Muthes!“