Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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und ein kleines Vorgemach, ich brauche bloß die Stuben und kann ſomit das andere dem armen Mäd⸗ chen einräumen, oder ich gebe ihr meine Schlafſtube und mache mir ein Bett in die vordere. Jede meiner Stuben hat einen eigenen Ausgang auf das Vor⸗ zimmer, es kann ſich alſo Jedes beſonders einſchließen. Außerdem glaube ich, daß man bei meinem Alter keine böſen Gedanken von mir haben kann, wenn ich eine kranke Perſon zu mir aufnehme, nach der Frau

Bichat die Gefälligkeit haben wird, öfters zu ſehenz

denn ihr wißt, daß mich mein Geſchäft den ganzen Tag und einen Theil des Abends außer dem Hauſe hält.“

„Ob ich nach der Kleinen ſehen werde?“ ruft Frau Bichat aus.„O, mein guter Hausherr, das werde ich freilich thun... ach, wie brav ſind Sie, Vater Savenay! aber das wird Sie ſtören, belä⸗ ſtigen.“

„Durchaus nicht, es macht mir im Gegentheil Vergnügen; ein Mann, der ſein Leben auf dem Lande zugebracht hat, kann ſich in Alles ſchicken!“

„Man hat weiß Gott Recht, im ganzen Quartier zu ſagen, Sie ſeien der beſte Mann, den es gebe.“

„Jetzt müſſen wir uns aber des jungen Mädchens annehmen. Wir wollen Sie mit einander in dieſem

Lehnſtuhl hinauftragen. Nachbar, hier kann man

ſie ſo nicht mehr länger laſſen.“

„Und ich,“ ſagt Frau Bichat,„gehe auch hinauf, um das Bett zu richten und die Kleine zur Ruhe zu legen, denn das iſt kein Geſchäft für einen Mann.