Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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„Ich danke, Herr Bichat, ganz gut; aber hier iſt ein junges Mädchen, von dem man das nicht ſagen kann... das arme Kind, es iſt ſo intereſſant.. ihre Kleidung deutet Jemand Wohlhabendes vom Lande an. Sie kennen keinen Ihrer Verwandten hier?“

„Da wir ſie ſelbſt nicht einmal kennen! nicht wahr, Clara?“

„Schweigt, Schmetterling! Ah! man wird Dir

für die Picardierinnen thun... Da haſt Du Picar⸗

dierinnen!“

Mit dieſen Worten ging Frau Bichat an ihrem Mann vorbei und kniff ihn in den Arm. Dieſer verſchüttet die Hälfte der Milch, die er trägt, und ſchreit:„Immer zwickt ſie mich grün und blau; Clara, Ihr mißbraucht meine Güte: nehmt Euch in Acht, es könnte Euch eines Tages reuen!... Sie betrachten das junge Mädchen, Hausherr: mein Gevatter Glu⸗ reau hat ſie auf einer Steinbank ſchlafend gefunden. Nicht wahr, ſie ſieht aus wie eine knieende Venus?“

„Wo habt Ihr eine knieende Venus geſehen, Herr Bichat?“ fragt die Töpferin, ihrem Mann die bei⸗ deh Milchgeſchirre abnehmend.„In der Cité oder wenn Ihr auf dem Blumenkai herumſtreicht unter dem Vorwande, mir ein Tag⸗ und Nachtblümchen⸗ Stöckchen zu kaufen? Das iſt etwas Sauberes, wenn

man die Weibsbilder anſieht, wenn ſie zuſammenge⸗

kauert ſind... pfui! dann ſoll man die Blicke ab⸗ wenden und raſch weiter gehen.“

„Clara, ich ſpreche von einer Statue, einer an⸗ tiken Büſte.“

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