Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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große Verlegenheit. Wir ſind ſo eng logirt, die Jungfrau kann nicht in demſelben Zimmer mit Bi⸗ chat ſchlafen, das wäre gegen die Schicklichkeit und die guten Sitten... mein Gott, was ſoll ich an⸗ fangen? Ich will ein junges Mädchen, das ſo recht⸗ ſchaffen ausſieht, nicht fortſchicken, aber ich dulde auch nicht, daß mein Mann ſich vor ihr auskleidet und zu Bette legt. Ich bin in einer ſehr perplexen Lage, Nachbar. Und der Schlingel, dieſer Bichat, kommt nicht zurück; er iſt ſchon länger als eine Viertelſtunde fortgegangen, um Milch bei der Milcherin an der Straßenecke zwei Schritte von hier zu holen. Aber ich bin überzeugt, er ſpielt den Galanten gegen alle Mägde im Revier. Ach, welche Qual, einen liebens⸗ würdigen Mann zum Gatten zu haben! Nachbar,⸗ wenn ich wieder heirathen müßte, würde ich einen Klotz zum Mann nehmen, dann wäre ich doch wenig⸗ ſtens beruhigt.“

„Aergern Sie ſich nicht, Hausfrau, die Milcherin hat Morgens viel Leute zu bedienen und Ihr Mann muß warten, bis die Reihe an ihn kommt. Aber was Sie mir von dieſem jungen Mädchen ſagen, intereſſirt mich. Wollen Ste mir erlauben, Sie zu ſehen? Ich verſtehe ein Bischen von der Medicin, denn auf dem Lande muß man von Allem Etwas wiſſen, und als ich bei meinem Hüttenmeiſter in der Gegend von Nemours angeſtellt war⸗ verordnete ich ſtets den Thee und Hausmittel, wenn ein Arbei⸗ ter krank war, denn wir hatten keinen Doktor zum Rathen in der Nähe. Ich will einmal ſehen, ob