116 fangs oft ein Unglück geſchienen hat, wird in der Folge oſt unſer Glück. Mit dieſen Grundſätzen und einer guten Geſundheit iſt man immer wohlgemuth⸗ Frau Bichat... und ich will mir jetzt ein kleines Töpfchen herausleſen.“
„Suchen Sie, Hausherr, was Ihnen am beſten gefällt.“
„Ach, ich will etwas Hübſches, im Preiſe von vier bis ſechs Sous.“
Während der Vater Savenay verſchiedene kleine Töpfe betrachtet und die Händlerin einen jeden an⸗ preist, läßt ſich von dem Lehnſtuhl her, in dem Roſa⸗Maria ſitzt und ſich bewegt⸗ ein Stöhnen ver⸗ nehmen,
„Schau', Ihr Mann iſt da? der Faullenzer liegt vielleicht noch im Bette?“ ſagt der Greis, der das aus dem Hintergrund dringende Geräuſch gehört hat.
„Nein, das iſt nicht mein Mann, Nachbar, das iſt ein junges Mädchen, die man uns gebracht hat, um ſie unſerm Mitleid anzuempfehlen: ein armes, erſt ſeit geſtern nach Paris gekommenes Kind, wo es Verwandte zu finden hoffte; man hat ihr, ſo viel es ſcheint, falſche Adreſſen gegeben, ſie hat Niemand gefunden, die Nacht auf der Straße zugebracht und jetzt zittert ſie und iſt ganz krank. Ein Freund von Bichat hat ſie gefunden und hierher gebracht... die arme Kleine, ſie wünſcht wieder von Paris fortzu⸗ gehen und zu ihrem Vater zurückzukehren, aber ich fürchte, ſie wird nicht die Kraft haben. Auf der an⸗ dern Seite iſt, ſie bei uns hier zu vehalten, auch eine


