Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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„Ganz gut, Frau Bichat. O, ich bin Goit ſei Dank nie krank.“

„Sie ſind auch immer heiter, Nachbar, und roſen⸗ farbener Laune. Sie ſind noch keine zwei Monate im Hauſe, aber Sie haben es bei Tage und bei Nacht aufgeheitert. Wenn alle Miethsleute ſo wären wie Sie, würde es noch einmal ſo angenehm ſein! So oft ich im Hofe ſingen höre, ſage ich: Herr Sa⸗ venay kommt heim, oder: Herr Savenah geht aus ich weiß immer, daß Sie es ſind! Ich kenne Ihre Fiſtelſtimme, um ſo mehr, als Sie immer ein Liedchen von Beranger ſingen. Bichat ſagt oft:„Es ſcheint, daß der Hausherr eine Freude an dieſem Liederdichter hat.““

„Ja, Frau Bichat, und ich glaube, ich habe das mit vielen Leuten gemein. Ich wollte, ich könnte alle ſeine Lieder auswendig; aber, meiner Treu', in meinem Alter lernt man nicht mehr ſo leicht! Einer⸗ lei, wenn man einer guten Geſundheit genießt, iſt es die Hauptſache, dann kann man die ganze Welt aus⸗ lachen: ſo iſt mein Charakter, Frau Bichat, und es iſt ein Glück, daß das der Fall iſt, denn wenn ich der Mann wäre, der ſich über die Schickſale, die Einen treffen, hätte ärgern wollen, ſo hätte ich die ſchönſte Gelegenheit gehabt, mißmuthig zu ſein. Aber ich habe immer gedacht: Wozu nützt die Traurigkeit? verbeſſert ſie unſere Lage? bringt ſie uns das Ver⸗ lorene ein?.. Nein. Nun denn, ſo nehmen wir die Dinge an, wie ſie uns der gute Gott zuſchickt. Er weiß beſſer, was er thut, als wir, und was uns an⸗