Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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„Schwatze aber nicht zwei Stunden mit der Mil⸗ cherin und den Mägden des Viertels, wie Du es in der abſcheulichen Gewohnheit haſt, oder ich laſſe alle dieſe Plaudertaſchen vor den Friedensrichter rufen, da ſie einem Ehemann Anlaß geben, von dem rech⸗ ten Wege abzuweichen.“

„Ach, wie böſe! ach, wie böſe biſt Du!“

Und Herr Bichat langt nach einem Napfe und einem kleinen Töpfchen, und nachdem er ſeiner Gattin zugelächelt, eilt er, als wollte er mit ſeinem Napf und ſeinem Töpfchen Caſtagnetten ſpielen, auf die Straße hinaus.

Als Frau Bichat mit dem Anziehen fertig war, pomadiſirte ſie ihre langen engliſchen Locken und be⸗ trachtete, während ſie ihr Haar machte, aufmerkſam das junge Mädchen, welches nachdenklich im Lehn⸗ ſtuhl ſaß. Die zärtliche Clara war keine böſe Frau, ſie war gefällig und hatte ein gutes Herz; aber ihre Liebe zu ihrem Gatten machte ſie übermäßig eifer⸗ ſüchtig und Roſa⸗Maria's Schönheit verſetzte ſie in Beſorgniß; der Gedanke, das junge Mädchen fort⸗ zuſchicken, welches nicht wußte, wo es ſich hinwenden ſollte, wäre ihr nicht gekommen, aber es würde ihr ſehr lieb geweſen ſein, wenn ſie für daſſelbe ein paſſendes Unterkommen außer ihrem Hauſe gefunden hätte.

Bn dieſem Augenblick tritt Jemand in den Töpfer⸗ laden: es iſt ein etlich und ſechszigjähriger Mann von mittlerer Größe und ziemlich wohlbeleibt; ſein

Paul de Kock. LXXVI.. 3

„