Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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11⁰

Jungfrau ein Obdach zu gewähren... mache Dir keine unnöthigen Sorgen, ſondern arrangire Deine Locken, ſie hängen Dir über die Naſe herunter.“

„Ganz gut! es iſt gleichgültig, wie meine Locken hängen, aber ich kenne Dich, Bichat: Du haſt eine Galanterie am Leibe, die mich oft zur Verzweiflung bringt.“ k

„Sie iſt immer ſo eiferſüchtig wie eine Windhün⸗ din,“ murmelt Bichat, gegen ſeinen Freund gekehrt. „Wenn ich gegen eine Dame, die einkauft, artig bin, fängt ſie Händel mit mir an; aber das hilft Nichts, ich kann Nichts vafür: es liegt in meiner Natur, ga⸗ lant gegen das zarte Geſchlecht zu ſein.“

„Mein Gott, Madame,“ ſagt Roſa kaum ver⸗ nehmbar, indem ſie ſich aufzurichten bemüht,„wenn ich Sie genire und Ihnen meine Gegenwart unan⸗ genehm iſt, ſo will ich wieder gehen... ob ich mich gleich kaum auf den Füßen halten kann!... Ach, ich möchte ſo gerne wieder in unſer Dorf zu meinem Vater zurückkehren.“

Der Knopfmacher beeilt ſich, ſeine Schützlingin wieder zum Sitzen zu bewegen⸗ dann erzählt er dem Ehepaar Bichat die ganze Geſchichte des jungen Mäd⸗ chens und die Art und Weiſe, wie ſie der Wilde bei dem Café zu den feuchten Füßen eingeſchlafen ge⸗ funden hat.

Trotz ſeines Koſakengeſichts zeigte Deſiderius Glu⸗ reau Eifer und Wärme, wenn er ſich für Jemand intereſſirte; er hat ſeine Erzählung mit Flüchen und Kernworten vermiſcht, welche die Wirkung noch er⸗