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Bichat: das Fräulein muß ausruhen; ſie zittert, ſie friert, ich fürchte, ſie iſt krank!.. Iſt Deine Frau ſchon auf?“
„Noch nicht, ich bin immer der Erſte, der her⸗ ausgeht und den Laden aufmacht. Mein Gott! wo thun wir denn aber Deine Bekanntſchaft hin? Einerlei, treten Sie nur herein, Mamſelle; Bichat iſt kein Mann, der das ſchöne Geſchlecht vor der Thüre ſtehen läßt.“
Der Knopfmacher unterſtützt Roſa⸗Maria und trägt ſie beinahe mit Hülfe ſeines Gevatters in die Stube, denn er begreift wohl, daß die Jungfrau auf einem Topfe nicht gut genug ſitzen würde. Die arme Roſa läßt ſich führen, tragen, ſchleppen; ſie zittert und bebt und hat nicht mehr die Kraft, aufrecht zu ſtehen.
Madame Bichat, die aufgewacht und im Begriff war, ihre falſchen Locken umzubinden, welche den Schmuck ihres Kopfputzes ausmachten, richtet ſich in die Höhe, als ſie bemerkt, daß man ein junges Mäd⸗ chen in ihre Stube bringt, und ſetzt in ihrer Beſtür⸗ zung die Perrücke verkehrt auf, ſo daß die Locken auf die Naſe herabfallen.—
„Was bedeutet das?“ ſchreit ſie,„man bringt ein Frauenzimmer zu mir! Was ſoll das heißen, Herr Bi⸗ chat? Hättet Ihr die Frechheit, während Ihr mich ſchlafend glaubtet, eine Eurer Concubinen zu mir zu bringen?“
„Ach nein, Clara, nein, mein Hühnchen, keine Rede davon. Gevatter Glureau bittet uns, dieſer


