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ich meine, es ſchicke ſich nicht, wenn ſie von Mondigo ſprechen, zu ſagen:„mein Bruder, der Gelehrte,“ denn aus dieſem ließe ſich, wie mir ſcheint, ſchließen, als ob Sie ſich und die übrigen Mitglieder der Fa⸗ milie für Dummköpfe hielten.“
Herr St. Godibert drückt Brouillards Hand und erwiedert:„Das iſt richtig! o, beim Kuckuk! Sie haben Recht, Ihre Bemerkung iſt ſehr paſſend. wo Teufel hatte ich den Kopf?.. Ich werde nicht mehr ſagen:„mein Bruder, der Gelehrte, ſondern:„mein Bruder, das Genie. hm2““
„Das käme auf das Nämliche heraus und wäre nicht wahr. Denn ich glaube nicht, daß Mondigo ein Genie iſt, obgleich er ein Stück über eine Citrone geſchrieben hat, ſo viel ich gehört habe.. heißen Sie ihn„den Schriftſteller“, das iſt das Geeignetſte.“
„Ganz gut! ich werde nicht mehr anders ſagen, als: ,mein Bruder, der Schrifſteller“ oder ,der Li⸗ terat.“
Während dieſes Geſpräches ſetzte Herr Marmodin ſeinem Freunde Mondigo zu, deſſen Verlegenheit er zu bemerken anfing und den er wahrſcheinlich mit Vergnügen durch das Gewicht ſeiner Kenntniſſe de⸗ müthigte.
Herr Mondigo kratzt vergeblich an ſeinem Ohre und murmelt:„Cucullus. cucu... O, ich weiß, was das iſt...
„Potz Kuckuk! ich weiß auch was cucu(cul Hin⸗ tertheil) iſt,“ ſagt Herr Candrillon, hellauf lachend, „das Lateiniſch kennt Jedermann.“


