Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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geirrt.. es iſt nicht mein Neffe, es iſt der Neffe

meines Patrons... meines Onkels ach nein.. ſo wollte ich auch nicht ſagen.“

„Schon gut, ſchon gut, Franz,“ ſagt Friedrich, den Bedienten hinausſtoßend,„Du findeſt heute doch das rechte Wort nicht; es iſt beſſer, Du gehſt.“

„Wird der Dummkopf wohl wieder anfangen, Eſeleien zu machen?“ ſchreit Herr St. Godibert, von Einem zum Andern rennend.„Ich weiß nicht, was er heute hat, aber es iſt noch weit ſchlimmer mit ihm wie ſonſt.“

Herr Derneſiy, der mit Friedrich gekommen, iſt ein junger Mann von achtundzwanzig Jahren, mitt⸗ lerer Größe und ſchönem Körperbau, welcher mit vieler Ungezwungenheit und mit Anſtand eine aus⸗ gewählte geſchmackvolle Toilette trägt. Das Geſicht dieſer neuangekommenen Perſon iſt eher hübſch als häßlich; einzeln betrachtet ſind ſeine Züge jedoch nicht

ſchön: ſein Teint iſt gelblich und ſeine hellbraunen

Haare gehen zu tief auf die Stirne herein; ſeine grauen Augen ſind klein, aber ſie drücken eine außer⸗

ordentliche Lebhaftigkeit aus, er bewegt ſie unaufhör⸗

lich und heftet ſie von einem Orte auf den andern, ſie ruhen ſelten lange auf dem nämlichen Punkte; ſeine Naſe iſt ſchmal, ſein Mund eingekniffen, indeß

bildet alles Dieſes zuſammen doch ein vornehmes Ganze. Fügt dazu noch die Suada eines Stutzers,

jene blendende Zuverſicht, die Wahl pikanter Worte, jene Sarkasmen, die in einem Saale immer Furore machen, die Kunſt, den Damen gegenüber ſeinen