ſollte Herrn St. Godiberts Reffe nicht an dieſer Ge⸗ ſellſchaft Theil nehmen?“
„Er wird kommen,“ antwortet Herr Brouillard, „man erwartet ihn.“
„Ach, ich dachte doch: es iſt nicht wohl möglich, daß unſer Wirth ein Mitglied ſeiner Familie vergißt.“
„Seiner Familie 2... Ah, Sie glauben alſo, mein Vetter habe außer ſeinem Neffen keine Verwandten?“
„Da ich nie andere geſehen habe, ſiellte ich es mir vor.“
Herr Brouillard beugt ſich zu der jungen Dame herab und flüſtert ihr in's Ohr:„Sie wiſſen alſo nicht, daß er noch einen Bruder und dieſer eine, meiner Seel', ſehr hübſche Tochter hat?“
„Ach, wirklich!.. warum ſieht man ſie denn nie weder hier noch bei Mondigo?... Haben ſie denn Verdruß mit einander?“
„O, das nicht... es ſind andere Gründe vor⸗ handen. jener Bruder iſt nicht reich, er treibt ſo⸗ gar ein ſehr einfaches Gewerbe.. er iſt Landmann, man könnte ſagen Bauer... aber ich begreife nicht, weßhalb man dieſe Leute verachtet! Waren unſere Ahnväter nicht Alle Landleute? Bebauten Sie nicht ihre Felder mit ihren Kindern?.. zum Beiſpiel Abra⸗ ham, Jakob, Laban. Auch ſchäme ich, der ich nicht der Meinung meiner Vettern bin, mich durchaus nicht, Ihren Bruder zu beſuchen ich habe dem guten Hieronymus erſt kürzlich einen kleinen Beſuch gemacht.“
„Sie haben Recht, Herr Brouillard, und ich lobe


