Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

55 das iſt ein Wortſpiel.. das gefällt mir.. die Wort⸗ ſpiele machen mir immer Spaß, ich könnte mich da⸗ mit nähren!... Ei, aber eſſen wir nicht bald? es iſt drei Viertel auf ſieben Uhr!... Sapperment, mein Magen und mein Bauch ſchlagen einen tüchtigen Ge⸗ neralmarſch.“

„Herr Derneſiy kommt alſo nicht?“ fragte die blonde Clementine Madame St. Godibert, welche gerade neben ihr ſtand.

„O, er kommt, wir haben ihn eingeladen der junge Mann iſt aber ſo beliebt in der Welt, er hat täglich zweihundert Beſuche zu machen.“

„Dann muß er Abends ſehr müde ſein!“ verſetzt Vetter Brouillard, mit ſeiner Schnauze zwiſchen beide Schwägerinnen tretend.

„Glauben Sie, er gehe zu Fuße? Warum nicht gar!.. Der junge Mann hat ein Cabriolet.“

„Das wußte ich nicht, ich kenne den Vermögens⸗ ſtand dieſes Herrn nicht. Was treibt er?“

„Ja. Nichts!. Das heißt.. doch, er ſpielt auf der Börſe.“

„Ah, er ſpielt! Iſt das eine Beſchäftigung?“

„Ach, Sie wiſſen das nicht, Vetter? Heutzutage treiben doch alle jungen Leute, die Vermögen haben, nichts Anderes... das iſt wenigſtens Herrn Der⸗ neſty's Meinung.“

Der Vetter verzieht ſtatt aller Antwort das Ge⸗ ſicht und nähert ſich der Frau Marmodin, welche ausruft:„Ich ſehe Herrn Friedrich nicht wie,