an ſich halten: da ſie vemerkt, daß ihr Schwager
den Major nicht losläßt, entſchließt ſie ſich, das Ge⸗ ſpräch dieſer beiden Herren ohne Weiteres zu unter⸗ brechen.
„Ei, meine Herren,“ ruft ſie aus,„Sie ſind recht liebenswürdig! Sie unterhalten ſich mit einander, ſtatt den Damen den Hof zu machen!... Ach, Herr Major, ich erkenne Sie gar nicht mehr.“
Der arme Major macht, entzückt, daß man ihn befreit, ſchnell gegen Mondigo ſeine Bewegung mit dem Kopfe und will auf die prächtige Angelika zu⸗ gehen, aber der Schriftſteller hält ihn an ſeinem Frackſchoße zurück und ſagt:„Es find nur noch drei Scenen übrig und ich möchte Ihre Meinung über meinen letzten Akt hören, den ich ſchon zum vierten Male angefangen habe, der aber, glaube ich, ſo wie ich Ihnen eben erzählte, ſehr gut werden wird.“
„O, hübſch, ausgezeichnet hübſch!“
„Das Mädchen wird durch einen Verſchwörer verführt, der zwei Weiber hat.“
„O, das wird ſehr ſchön!“
„Sie vergiftet den Verführer in einer Pomeranze
das iſt eine Entwicklung, von der ich mir eine große Wirkung verſpreche.“
„O, ausgezeichnet!“
„Uebrigens hat man mir geſagt, daß man ſich in einem deutſchen Stücke auch in einer Scene von Be⸗ deutung einer Pomeranze bediene, und das hat mich auf den Gedanken gebracht, die Sache mit einer Ci⸗ trone vorgehen zu laſſen. Was halten Sie davon?“


