Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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ment! ich habe einen guten Appetit, und Sie, mein lieber St. Godibert?“

„Ich, Herr Candrillon, bin ebenfalls Ihrer Mei⸗ nung, das Eſſen wird am FPlatze ſein.“

„Sind Sie auch dazu aufgelegt?“ fragt Herr Doguin näher tretend.

Dieſe Worte waren an Herrn Brouillard gerich⸗ tet, welcher bei Annäherung des Herrn Doguin ſchnell ſeine Tabaksdoſe herauslangt und ſich die Naſe voll⸗ ſtopft. Er erwiedert jedoch, um zwei Schritte zurück⸗ weichend:„O, ich habe auch Hunger, aber ich kann warten. Ich weiß, daß man bei meinem Vetter immer ſehr ſpät ißt, wenn Gäſte bei Tiſche ſind.“

„Zu der gewöhnlichen Stunde, wo alle Perſonen eſſen, die auf der Börſe zu thun haben,“ verſetzt Herr St. Godibert, in dem Tone eines Capitaliſten: „um ſechs oder halb ſieben Uhr.“

„Das iſt ſehr ſpät,“ ſagt Herr Candrillon;„übri⸗ gens iſt es bereits ein Viertel auf ſieben Uhr vorbei. Erwarten Sie noch Jemand?“

„Noch Herrn Derneſty und meinen Vetter Fried⸗ rich„

„Ah, die beiden Unzertrennlichen.“

„Sobald aber aufgetragen iſt, eſſen wir; o, wir warten nicht auf dieſe Herren!. mein Neffe kommt immer abſichtlich zu ſpät, und Herr Derneſty läßt ſich auch entſetzlich lang erſehnen.“

„Das ſind Leute!“ ſagt Herr Brouillard, ſich von Herrn Doguin entfernend.

Madame St. Godibert kann nicht mehr länger