Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Herr St. Godibert ſtrengt ſich ſchon eine Weile vergeblich an, ſeinen Sohn zu erwiſchen, der Ver⸗ ſtecken mit ihm zu ſpielen ſcheint; aber dem Vetter Brouillard, der Alles ſieht und Alles hört, gelingt es, Julian beim Arme zu erfaſſen, wo er eben ſei⸗ nem Vater wieder entwiſchen will, und er hält ihn mit den Worten zurück:„Vetterchen, hören Sie denn Ihren ſchätzbaren Vater nicht, der Ihnen ſchon lange ruft und Sie in allen Ecken des Saales ſucht? Er muß Ihnen beſtimmt etwas ſehr Intereſſantes zu ſa⸗ gen haben. nach der Beharrlichkeit zu urtheilen, mit der er Sie verfolgt.. ach, da kommt er.. Vetter, hier iſt Ihr Sohn, der Sie, ſo viel ich glaube, nicht geſucht hat.“

Herr St. Godibert tritt mit wüthender Miene auf ſeinen Sohn zu:„Fräulein Soufflat ſitzt ganz allein in einer Ecke dort,“ ſchnaubt er,„wollen Sie augenblicklich zu ihr gehen und den Galanten ma⸗ chen oder Sie erhalten vom nächſten Monat an kein Taſchengeld mehr dann wollen wir ſehen, womit Sie butterweiße Handſchuhe kaufen können!“

Herr Julian geht auf Fräulein Soufflat zu und murmelt:„Ein ſchönes Taſchengeld, es iſt der Mühe werth, daß man davon ſpricht!“

„Was hat er geſagt?“ fragte Herr St. Godibert, ſeinen Vetter Brouillard anblickend, der unverweilt erwiedert:„Er hat geſagt: Ein ſchönes es iſt der Mühe werth, daß man davon ſpricht! Meinte er das Taſchengeld oder das Fräulein das müſſen

Paul de Kock. LXRVI. 4