Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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„Warum erzählt uns Herr Brouillard unwahre Geſchichten! Man ſollte ſeiner Sache vorher gewiß ſein, ehe man ſpricht.“

„Entſchuldigen Sie, Couſine, ich habe gleich ge⸗ ſagt, ich wiſſe es nur von einem Commiſſionär, beſſer konnte ich die Nachricht nicht verbürgen. Der Commiſſionär wird ſich geirrt haben, das iſt das Ganze. Dieſe Leute haben eine Vorliebe für die Weinſchenken, es geht ihnen nicht wie Ihnen, Cvu⸗ ſine, und ſie glauben deßhalb, es müſſen ſich überall ſolche niederlaſſen.“

„Gehen Sie doch in den Salon, Vetter.“

„Ich gehe ſchon, Couſine.. Sie wollen Ihren Unterrock hinaufheften laſſen.. Ihr Kleid bildet auch Falten auf dem Rücken, ſie ſind vielleicht abſichtlich da, aber ſie ſtehen nicht ſchön. Ich gehe in den Sa⸗ lon falls Sie meiner bedürftig ſind, ſo geniren Sie ſich nicht.“

Endlich hat ſich Herr Brouillard in den Salon begeben.

„Welch' unaushaltbarer Menſch!“ ruft Frau St. Godibert aus,„uns zu ſagen, es ziehe ein Wein⸗ ſchenk unten ein, um uns in Verzweiflung zu jagen.“

„Auch ſind Sie ſehr gutmüthig, Madame, den Worten Ihres Vetters, der unaufhörlich Geſchichten erfindet, um überall Unfrieden zu ſtiften, Glauben zu ſchenken.“

„Fifine hat Recht, Angelika, Du ſollteſt ihm nie Etwas glauben.“

„Fifine, ſtecken Sie mir meinen Unterrock hinauf