Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

36

„Was ſagte ich!. Einen Menſchen mit ſo ei⸗ nem abgeſchabten Rocke grüße ich nicht!.. von nun an bin ich feſt entſchloſſen, ihn nicht mehr zu kennen.“

„Sie wiſſen alſo nicht, daß ſeiner Tochter, die ſehr hübſch iſt, von dem Reffen eines franzöſiſchen Pairs der Hof gemacht wird, welcher geſchworen hat, er werde ſie wahrſcheinlich heirathen?“

„Der Neffe eines airs? Potz Sapperment!... dann weiß man freilich nicht mehr, was man thun ſoll. Es bleibt dabei, ich grüße ihn. ich grüße ihn! Ich ſehe wohl ein, daß ich einen Fehler gemacht habe, aber ich kann Nichts dafür. ſchlecht geklei⸗ dete Leute ſind mir zuwider... ſo oft ſie mir zu nahe kommen, meine ich immer, ſie wollen Geld von mir entlehnen.“

Dieſes Geſpräch wird durch Fifine unterbrochen, welche herbeieilt und ſagt:„Herr Brouillard iſt da, er hat zwar noch nicht geläutet, aber ich höre ihn ſchon fünf Minuten ſeine Füße auf der Strohmatte vor der Oehrthüre abreiben. Ich habe ihn durch ein Fenſter hindurch erkannt, er bleibt immer eine Viertelſtunde auf der Strohmatte ſtehen; ich glaube, er horcht, ehe er hereingeht, um zu erfahren, was bei den Leuten, die er beſuchen will, geſprochen Wit 2

„Er wäre es wohl im Stande.“

„Der Vetter Brouillard ſchon? Der unausſteh⸗ liche Kerl!...

„Ach, Angelila, nimm Dich in Acht.. ſpreche in Gegenwart von Leuten keine ſolchen Worte aus oder ich verberge mich vor Schande unter dem Liſch!“