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„Herr Sohn, es handelt ſich nicht darum, wer Ihnen gefällt. Sie können keine dieſer beiden Da⸗ men heirathen, die ſchon verheirathet ſind, während Fräulein Soufflat eine Parthie von wenigſtens zwei⸗ malhunderttauſend Franken iſt und ich glaube, daß eine ſolche Mitgift die Länge der Naſe dieſes Fräu⸗ leins verkürzen wird.“
„Aber, Vater!
„Noch einmal, ſtill, mein Herr! Glauben Sie, daß ich ein ſo großartiges Mittageſſen gebe und ein wahn⸗ ſinniges Geld verſchwende, ohne Vortheil daraus zu ziehen?.. Wiſſen Sie, mein Herr, daß ein Diner immer zu Etwas dienen muß; ich habe Herrn Can⸗ drillon oft ſagen hören:„ein Diner iſt ein ſehr ge⸗ wandter diplomatiſcher Agent, beſonders wenn es mit Trüffeln zubereitet iſt und das meinige iſt durch und durch voll Trüffeln. Sie werden ſomit zwiſchen Fräulein Soufflat und Herrn Doguin ſitzen, Madame Marmodin neben Friedrich, mein Bruder, der Gelehrte, neben dem geiſtreichen Herrn Marmo⸗ din, Herr Candrillon!.. wo Teufel werde ich Herrn Candrillon hinſetzen? Ein Mann, der für ſich allein eine Eiſenbahn bauen laſſen kann, muß einen ſehr ſchönen Platz erhalten!.. Und meine Frau wollte ihn nicht einmal neben ſich. die Frauenzimmer ſind doch oft recht ärgerlich. Meiner Treu'! ich ſetze ihn neben Madame Brouſſaillon und meine Schwägerin Ach, meinen Vetter Brouillard jetzt!.. dem iſt ſchwierig ein Platz anzuweiſen, er hat eine böſe
Paul de Kock. LXRVI. 3


