Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Ich ſehe keine Gurken! ſchreit Franz, überall auf dem Tiſch umherſehend.

Worein miſcht Ihr Euch, Ihr Einfaltspinſel? wenn keine da ſind, ſo ſind ſie natürlich abſichtlich weggelaſſen worden. Es ſtehen ſechs Taſſen mit Zu⸗ gemüſe auf der Tafel, das iſt genug.. Oliven, Rettige, Sardellen, Thunſfiſch und Butter... Nicht wahr, Fifine, man ſtellt keine Gurken mehr auf?

Nein, Herr, denn ich habe mich bei der Diener⸗ ſchaft des reichen Deputirten erkundigt, der ſo glän⸗ zende Diners gibt.

Nun denn, ſagt Franz, eine Champagnerflaſche zur Hand nehmend, die mit andern feinen Weinen in einem beſondern Korbe ſtand und nach welcher er ſchon lange ſchielte;bei uns man ohne Gurken nicht gut zu Mittag: Gurken und Häringſalat dürfen bei uns nicht fehlen.

Schweigt, Franz, man will nicht wiſſen, was bei Euch Gebrauch iſt; Ihr ſprecht viel zu viel für einen Dienſtboten. Haben Sie die elf Namen auf⸗ geſchrieben, Julian?

Ja, Vater.

Mein Lieber, ſetzen Sie Herrn Derneſty neben mich, das macht mir Vergnügen.

Aber, Angelika, der Platz neben der Herrin des Hauſes iſt immer ein Ehrenplatz, eine Gunſtbezeugung, und es ſind wichtigere Perſonen bei Tiſche, denen wir vielleicht den Vorrang ſchuldig ſind.

Und wer denn, mein Herr, wer denn? Herr Marmodin doch hoffentlich nicht, der nur von den