Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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in Geſellſchaft geht, ſo nothwendig und ſo wichtig ſind?

Was gibt es denn, mein Freund? fragt Ma⸗ dame St. Godibert, in ihrem goldvurchwirkten Kleide eintretend, in welchem ſie einer heidniſchen Götzin gleicht.

Unſer Sohn weiß nicht einmal, ob man die Namen der Gäſte auf den Tiſch ſchreibt oder nicht! in ſeinem Alter ſo Etwas nicht wiſſen! und doch ſpeist er in den vornehmſten Häuſern, ſo viel er wenigſtens ſagt, wenn er auswärts ißt, was häufig vorkommt. Ach, wenn unſer Neffe Friedrich da wäre, der wüßte es uns gleich zu ſagen. er würde keine Minute gezögert haben. Er iſt zwar ein Verſchwen⸗ der, ein ziemlich leichtſinniger Junge, das iſt wahr;

aber man muß es zugeben, er hat einen vortreff⸗ lichen Ton, Manieren wie ein Prinz, ſogar eine adelige Mienel. er weiß Alles was in der hohen Geſellſchaft vorgeht; ich habe ihn deßhalb auch ein⸗ geladen. Er entlehnt freilich oft Geld zum Spielen von mir, das iſt unangenehm; aber er iſt ſehr nütz⸗ lich, um Erkundigungen von ihm einzuziehen. Er kommt mit Geſandtſchaftsſekretären, engliſchen Lords zuſammen! O/ er hat in den höchſten Cirkeln Zu⸗ tritt. Aber mein Herr Sohn läuft den ganzen Tag und den ganzen Abend ich weiß nicht wo herum.. bei Griſetten vielleicht. Wenn ich wüßte, daß Du im Stande wäreſt, Dich mit Griſetten herum zu trei⸗ bven, ſo würde ich Dich verleugnen. Nicht einmal wiſſen, ob man den Namen auf den Tiſch ſchreibt!

und er hat dazu noch lateiniſch gelernt!

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