Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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der Diener eines vornehmen Hauſes fragt, was Thon ſei. Geht in die Küche und ſagt zu Babette, ſie möchte Euch den Thon geben.

Während Franz ſtehenden Fußes in die Küche geht, kommt Madame St. Godibert, welche bereits drei Schritte gegen ihr Schlafzimmer hin gemacht

hat, wieder zurück und ſagt:Da Sie es wünſchen,

mein Freund, ziehe ich mein aprikoſenfarbiges Kleid an; aber trotzdem erinnere ich mich nach längerem Nachdenken, daß ich bei Frauen von Notaren, Wech⸗ ſelagenten und Andern in Soiréen Atlaßkleider ge⸗ ſehen habe; ſie werden ſehr häufig getragen, ſehen nobel und majeſtätiſch aus; ich hätte eigentlich mein Atlaßkleid gerner angezogen: ich verſichere Sie, daß es ſehr vornehm iſt!

Mein Gott, Theuerſte, ſo ziehe es an: ich wi⸗ derſetze mich ja nicht. Warum fragſt Du mich über⸗ haupt um meinen Rath?

Ach, wie widerwärtig Sie ſind, St. Godibert!

wie ſardoniſch! Nun, es bleibt dabei, ich ziehe nein golddurchwirktes Kleid an... Haben Sie den Namen eines jeden Gaſtes auf das Couvert ge⸗ ſchrieben?

Rein, noch nicht; ich will es thun. Iſt das aber auch ſchicklich, die Namen der Gäſte vorher auf die ihnen beſtimmten Plätze zu ſchreiben?

Ich meine, es ſei gewöhnlich ſo.

Es ſei gewöhnlich ſo, das heißt, es war gewöhn⸗ lich ſo, ich weiß nicht, ob es immer noch gebräuch⸗ lich iſt.