Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

weſen wäre, ſich auf Koſten ſeiner Vetter luſtig zu machen?

Welches auch Herr Brouillards Gedanke geweſen ſein mag, wir haben geſehen, was für Ereigniſſe aus ſeinem Schweigen über einen ſo wichtigen Ge⸗ genſtand erfolgten. Nun wollen wir zu Herrn St. Godibert zurückkehren, der in ſeiner ſchönen Wohnung auf der St. Lazarusſtraße ein Diner gibt.

Zweites Kapitel. Eine Tafel zu decken.

Man iſt beſchäftigt, im Speiſeſaal eine Tafel für zwanzig Perſonen zu decken; in dem Empfangſaal richtet man die Candelabres, Kerzen und Spieltiſche. In einem Nebenzimmer legt man Albums, Broſchü⸗ ren und Caricaturen auf einen Tiſch.

Eine etwa zwanzigjährige Kammerzofe mit ſchwar⸗ zen Augen, einem aufgeſtülpten Näschen, einem fri⸗ ſchen Teint, kurz, einem höchſt niedlichen Geſichtchen und ſchwellenden Hüften, welche bei jeder ihrer Be⸗ wegungen den Takt zu ſchlagen ſcheinen, kommt und geht und macht ſich bald da, bald dort in den Zim⸗ mern zu ſchaffen. Ein Bediente hilft ihr die Zu⸗ rüſtungen treffen, der noch nicht ſehr gewandt im Dienſte zu ſein ſcheint. Es iſt ein fünfundzwanzig⸗

jähriger Burſche mit hochrothem Geſichte, einer plum⸗

pen Geſtalt und einem normänniſchen Kopfe, deſſen