Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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den wahren Namen ſeiner Onkel ſehr genau, aber er mied es ſorgfältig, ihn, wenn er mit denſelben ſprach, in Anwendung zu bringen, weil dieſes das ſicherſte Mittel geweſen wäre, ſich ihren unerbittlich⸗ ſten Haß zuzuzichen. Und da ſeine Tante Mondigo jung und hübſch war, ſich auch oft heitere Künſtler⸗ geſellſchaften bei ihr verſammelten und ſein Oheim Nicolaus, der die vornehmen Leute nachäffen wollte, häufig ſehr ſchöne Diners und Bälle gab, wobei geſpielt wurde, ſo wollte ſich Friedrich weder das Haus des einen noch des andern ſeiner Onkel verſchließen, ob⸗ gleich er nicht der Letzte war, der über ihre Anma⸗ kung und ihre Wunderlichkeiten lachte.

Warum, wird man jetzt fragen, hat Vetter Brouil⸗ lard Hieronymus nicht von der Namensveränderung ſeiner Brüder in Kenntniß geſetzt? Geſchah es viel⸗ leicht aus Furcht, dem guten Landmann weh zu thun? Das läßt ſich nicht wohl annehmen; der Herr mit der Fuchsſchnauze ſcheint viel zu viel Wohlgefallen daran zu finden, ſpitzige Worte fallen zu laſſen und unangenehme Mittheilungen zu machen, als daß man hätte vorausſetzen können, die Befürchtung Hierony⸗ mus Zartgefühl zu verletzen, habe ihn veranlaßt, über dieſes Kapitel zu ſchweigen. Darf man nicht im Gegentheil weit eher glauben, daß, indem er dem Landmann die wirkliche Adreſſe ſeiner beiden Brüder gab, ohne ihn von ihrem Namenswechſel zu benach⸗ richtigen, er gehofft habe, dieß werde Verlegen⸗ heiten, Mißhelligkeiten und Streitigkeiten herbeifüh⸗ ren, welches für ihn eine neue Veranlaſſung ge⸗