koſtet, ſich zur Wahl eines Namens zu entſchließen; ſeinen Namen zu verändern, iſt keine ſo leichte Sache, als ihr euch vielleicht vorſtellet; nach einigen der Be⸗ trachtung, der Erwägung und dem Studium des Dictionnairs der ausgezeichneten Männer gewidmeten Wochen war der Schriftſteller bei dem Namen Mon⸗ digo als ſehr auserwählt, ſehr anmuthig und 6 originell ſtehen geblieben.
Und als der Vetter Brouillard von dieſem N⸗ menswechſel ſeiner beiden Verwandten unterrichtet worden war, hatte er nicht umhin können, mit ſpöt⸗ tiſcher Miene auszurufen:„Ah, der Eine heißt Go⸗ dibert und der Andere Mondigo!... Nun, ich ſehe doch mit Vergnügen, daß ſie wenigſtens eine Solbe von dem Namen ihres Vaters beibehalten habenz der Eine hat ſie vorn hingeſtellt, der Andere hinten; einerlei, das iſt ein Zeichen der Erinnerung, woran
man immer die Gogo erkennen kann.“
Dieſe Veränderung des Namens hatte ſchon meh⸗ rere Jahre ſtattgefunden, ſo daß Hieronymus' beide Brüder im Allgemeinen und in der neuen Geſell⸗ ſchaft, mit der ſie im Verkehr ſtanden, nur noch unter dem Namen St. Godibert und Mondigo bekannt waren. Der junge Julian, welcher nach den lächer⸗ lichen Grundſätzen ſeiner Eltern aufgezogen wurde, hütete ſich wohl, zu ſagen, ſein Vater heiße Gogo. Was Friedrich, den großen hübſchen ſchwarzhaarigen jungen Mann anbetrifft, den wir gleichfalls auf der Eiſenbahn geſehen haben und welcher vernünftiger zu ſein ſchien als die übrige Familie, ſo kannte er


