Teil eines Werkes 
3. Th. (1845)
Entstehung
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Ein Mann, der jährlich zwanzigtauſend Franken Renten hat, kann und darf nicht Gogo heißen, ſagt Herr Nicolaus eines Tags zu ſeiner Frau.

Nein, beſtimmt nicht, mein Herr! entgegnet die große Frau, die ebenſo anſpruchsvoll war als ihr Mann.Es iſt mir ſo oft ich in Geſellſchaſt gehe peinlich, wenn man Herr und Madame Gogo meldet. Der Name iſt ſo dumm, um ſo mehr als er, wie es ſcheint, in einem auf dem Boulevard mit vielem Glücke geſpielten Stücke vorkommt; es war, ſo viel ich gehört habe, ein Gogo in dem Luſſtſpiel, von dem man unaufhörlich ſagte:Was dieſer Herr Gogo doch für ein gemeiner Kerl iſt!

Dann, meine Theuerſte, wundere ich mich nicht, oft Perſonen ſich lachend abwenden zu ſehen, wenn man meinen Namen ausſpricht; ſie erinnern ſich ohne Zweifel des Stückes, welches Du eben erwähnt haſt, ein Grund mehr, meinen Namen abzulegen es iſt entſchieden, ich behalte ihn nicht mehr beil.. Wie ſoll ich mich heißen?

Ueber dieſe große Frage war mehrere Tage lang debattirt worden; endlich war der kleine Herr mit der kleinen Naſe, den ihr ſowohl als ſeine Gattin bereits kennet, da ihr ſie auf der Eiſenbahn geſehen habt, eines Morgens vor ſeine Frau getreten und hatte ſich, vergnügt die Hände reibend, zu ihr geſagt: Ich hab's. ich hab's! Ich heiße mich St. Go⸗ dibert! hm, wie gefällt Dir das?

Sehr gut;. das iſt ein ſehr paſſender Name, wir müſſen ihn uns merken.