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Milch; dieſe Flüſſigkeit nun verkauft ſie in Taſſen für einen oder zwei Sous. Hierauf legt ſie mit Stolz zwei oder drei Tagsblätter auf den Tiſch, die ſie um geringen Preis Abends ehe geſchloſſen wurde in irgend einem Winkelkaffeehaus gekauft hat, ſo erwartet fie die Kunden, die auch alsbald kommen und ihren Kaffee ſtehend am Tiſche trinken; die Ver⸗ zehrenden allein haben das Recht, die Journale zu leſen.
Das heißt man ſehr paſſender Weiſe das Kaffee zu den feuchten Füßen, denn die Gäſte müſſen ſich bei jeder Witterung auf dem FPflaſter aufhalten, welches auf der Notre⸗Dame⸗Brücke ſelten trocken iſt. Es wird um Mitternacht eröffnet oder fängt viel⸗ mehr um Mitternacht an, um zu dauern bis der Tag anbricht.
Ihr könnt euch denken, welche Art von Geſellſchaft ſich gewöhnlich in dieſem Kaffee unter freiem Him⸗ mel verſammelt. Erſtens viele obdachloſe oder un⸗ ordentliche Leute, die auf der Straße ebenſo gut zu Hauſe ſind als wie daheim; dann Landleute, die ihre Erzeugniſſe zu Markt bringen oder in ihr Dorf. zurückkehren; dieſe ſetzen aber, wenn ſie ihre Schale Kaffee getrunken haben, ihren Weg wieder fort und halten ſich ſelten zum Plaudern auf. Dann die Kar⸗ renführer, die Lumpenſammler, die Straßenkehrer und andere während der Nacht beſchäftigte Leute; außer dieſen Trunkenbolde, die nicht mehr nach Hauſe können, Fflaſtertreter, Vagabunden, kurz all' die Weſen, welche nicht wiſſen, wo ſie ihre Nacht zu⸗


