Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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118 tonde, der Provenceaux und das Kaffee de Paris wiſſen wahrſcheinlich Nichts von dieſem Etabliſſement. Selbſt Perſonen, welche Kaffeehäuſer niedern Ranges und ſogar Tabakſtuben beſuchen, können ganz leicht nie von dem Faffee zu den feuchten Füßen ſprechen gehört haben, obwohl dieſes ſchon lange in Paris exiſtirt; denn obgleich man ſchon viel von den eigen⸗ thümlichen, ſonderbaren und geheimnißvollen Dingen dieſer großen Stadt erzählt hat, iſt doch noch Man⸗ ches vergeſſen geblieben und wird zum Theil vielleicht gar nicht enthüllt werden.

Auf der Mitte der Notre⸗ DameBrüce eröffnet alle Nacht, wenn es auf der Hauptkirche zwölf Uhr geſchlagen hat, ein Weib, welches einen Tiſch und zwei oder drei elende Stühle unter dem Arm hat, ihr Etabliſſement und treibt ihr Gewerbe. Dieſes Weib zündet ein Licht an, das mit Papier umwickelt iſt, damit es der Wind nicht auslöſcht, ſtellt es auf den Tiſch, langt aus einem großen Armkorbe mehrere Fayencetaſſen mit oder ohne Henkel, kurz, Taſſen, die mehr oder weniger ruinirt ſind, und ſetzt ſie um das Licht herum auf den Tiſch. Dann zündet ſie in einem großen irdenen Herde Kohlen an und ſtellt einen ungeheuren eiſernen oder blechernen Kaffeekeſſel darauf. In dieſem befindet ſich ein aus einer Mi⸗ ſchung von vielem Waſſer, etwas Milch, Kaffeemehl und Cichorien gebrautes Getränke, worin man ein wenig gelben Farinzucker hat vergehen laſſen. Das heißt dann die Vorſteherin Rahm⸗Kaffee; bisweilen kocht ſie auch für die wahren Liebhaver Kaffee ohne

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