Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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als ſie in einer Entfernung von etwa hundert Schrit⸗ ten, ungefähr in der Mitte der Brücke ein röthliches Licht gewahrt, deſſen undeutliche Helle ſich in einem ſehr engen Kreiſe verbreitet. Von Zeit zu Zeit ver⸗ ſchwindet das Licht, wie wenn es vedeckt worden wäre oder ſich Jemand davor geſtellt hätte.

Das junge Mädchen vernimmt in einer Weile mehrere Stimmen, ſie glaubt ſogar Geſang und Gelächter zu unterſcheiden. Es iſt nicht zu bezwei⸗ feln, daß mehrere Perſonen um das in der Mitte der Brücke befindliche Licht verſammelt find; was thun ſie aber da? Roſa weiß nicht, ob ſie weiter vorwärts oder zurück gehen ſoll, denn Eines fällt ihr ſo ſchwer als das Andere: ſie iſt vor Müdigkeit gänzlich er⸗ ſchöpft; ſie erblickt eine ſteinerne Bank, ſetzt ſich var⸗ auf und murmelt:„Ich kann nicht weiter, es iſt mir rein unmöglich; doch die Leute dort müſſen keine Ver⸗ brecher ſein, da ſie Licht haben und ich ſie lachen und ſingen höre. Außerdem wird Der, welcher mich vor der grauen Patrouille beſchützt hat, auch ferner über mich wachen, und wenn dann der Tag kommt, dann

Das junge Mädchen hat keine Kraft mehr, wei⸗ ter zu denken; ſie ſinkt auf die Steinbank nieder, ihre Augen ſchließen ſich, ſie ſchläft ein.

Roſa⸗Maria befand ſich, ohne es zu wiſſen, bei der Einfahrt der Notre⸗Dame⸗Brücke und war nahe bei dem

Kaffee zu den feuchten Füßen eingeſchlafen.

Es iſt nicht überflüſſig, meine Leſer mit dieſem Kaffee bekannt zu machen; die Stammgäſte der Ro⸗ Paul de Kock. LXRv. 8