Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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trouille fragt ſie nach einer Weile:„Soll Ihnen Einer von uns das Geleite geben?“

„O, ich danke Ihnen, meine Herren, ich kann ſchon

allein nach Hauſe gehen?“

Mit dieſen Worten ſetzt die Jungfrau ihren Weg fort und eilt raſch davon. Die graue Patrouille läßt die Kleine, nachdem ſie ſie betrachtet hat, gehen. Die Leute der Schaarwache hätten ſie begleitet, aber nicht verhaftet.“

Sechstes Kapitel. Das Kaffeehaus zu den feuchten Füßen

Roſa⸗Maria iſt lange fortgelaufen und ſchätzt ſich glücklich, nicht von der Patrouille ergriffen worden zu ſein; die Furcht, welche ſie in Gegenwart derſel⸗ ben empfand, hat ihr neue Kräfte verliehen, ſie durch⸗ eilt noch mehrere Straßen mit dem Gedanken:„Wenn nur der Tag käme o, dann würde ich nach dem Weg zum Bahnhof fragen, mich hinbegeben und ſo⸗ bald die Beamten da wären, einen Platz nach Cor⸗ beil verlangen.“

Aber es war noch lange bis zu Anbruch des Ta⸗ ges; das junge Mädchen fand dieſe Nacht ewig. Die Nächte kommen moraliſch oder phhſiſch Leidenden immer lang vor. Indeſſen konnte die arme Roſa nicht immer auf den Beinen bleiben. Sie iſt bis zu einer Brücke gelangt; ſie fühlt die Friſche des Waſ⸗

ſers; ſie beſinnt ſich, ob ſie noch weiter gehen ſoll,

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