Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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halb angekleidet iſt und ſeinen Ueberrock auf dem Arm hatz allein die graue Patrouille arretirt ihn nicht, ſondern ſie läßt ihn ſeines Weges gehen, denn ſie weiß wohl, daß es kein Dieb iſt.

Nicht weit davon, begegnet die Schaarwache in einer andern Straße einem jungen Mädchen, welches ſehr ſchnell geht, aber zitternd ſtehen bleibt, als es ſich plötzich von Männern umgeben ſieht, die gleich⸗ ſam aus dem Pflaſter hervorzuſteigen ſcheinen und ſie umringt haben, ehe ſie recht ihre Gegenwart ahnt.

„Wo gehen Sie noch ſo ſpät hin, Jungfrau?“ fragt einer der Männer, eine Blendlaterne vor Roſa's Geſicht haltend, denn Roſa iſt es, welche der grauen Patrouille begegnet iſt.

„Meine Herren, ich gehe zu meinem Onkel Eu⸗ ſtachius Gogv.“

„Wo wohnt Ihr Onkel?“

„Er wohnt in der Vendömeſtraße Nr. 14.“

„Und wie kommt es, daß Sie ſo ſpät allein auf der Straße ſind?“

„Mein Herr, ich habe ein wenig mit Jemand ge⸗ plaudert.“

„Mit Ihrem Liebhaber, nicht wahr? er hätte Sie aber dann begleiten ſollen, man läßt ein junges Mädchen wie Sie ſind in Paris vei Nacht nicht allein nach Hauſe gehen.“

Roſa⸗Maria ſchlägt die Augen nieder und gibt keine Antwort. Die Polizeibeamten ſehen ſie an, be⸗ trachten ſie unter einander und der Anführer der Pa⸗