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wenn ſie ein auf die Straße gehendes Fenfter offen gelaſſen haben; ſie überraſcht die Diebe, welche im Begriffe ſind, eine Thüre aufzubrechen, die Läden einer Bude durchzuſägen oder abzulöſen. Sie weckt den Betrunkenen auf, der an einem Eckſtein einge⸗ ſchlafen iſt und führt ihn nach Hauſe, wenn ſeine Trunkenheit nicht Verſtellung war; kurz, ſie ſäubert die Straßen von all' den obdachloſen Menſchen und Vagabunden, die ſie unterwegs trifft, und welche meiſt auch nur Diebe ſind oder mit der Zeit werden.
Früher waren die Vorhallen der Buden, die Säu⸗ lengänge vor den Kaffeehäuſern der Verſteck jener Unglücklichen, die keine eigene Wohnung haben und nicht einmal ſo viel beſitzen, daß ſie in dem elendeſten möblirten Logis ihre Miethe bezahlen können, oder aus Liebhaberei die Nacht unter freiem Himmel zu⸗ bringen.
Da die Behörden für Zerſtörung dieſer Verſtecke geſorgt haben, müſſen dieſe Obdachloſen ſich jetzt an andern Orten ein Aſyl ſuchen; die Zugänge der Theater und die Brückenpfeiler dienen ihnen nun als Nachtquartier; auf den Stufen des Odeon⸗Theaters und unter der Säulenhalle des Ambigu-Comique trifft man oft ſolche an. Eines Nachts fand die graue Patrouille einen kleinen zwölf⸗ bis dreizehn⸗ jährigen Vagabunden in einer gußeiſernen Röhre, die neben einem Orte, wo ein Kloak reparirt wurde, auf der Straße liegen geblieben war.
Die als Vagabunden in Paris lebenden Leute wenden alle nur erdenkliche Liſt an, um die Patrouille


