105 geanten, die meiſt in Civil gekleidet ſind; manchmal ſind auch einige in Uniform dabei. Dieſe, an die Liſt der Diebe gewöhnten Männer ſind gewandter im Ueberfallen der Letzteren als die gewöhnlichen aus den Linien⸗ oder Nationalgarden⸗Truppen be⸗ ſtehenden Patrouillen.
Die graue Patrouille ſchreitet ſchweigend einher; es wird NRichts geſprochen in ihren Reihen; alle Mit⸗ glieder ſcheinen das Talent zu beſitzen, ſich geräuſch⸗ los fortzubewegen. Oſft trennt ſich die Patrouille beim Einbiegen in eine Straße in zwei Theile, die Einen gehen rechts, die Andern links; dann ſchleichen dieſe Männer auf fünfzehn bis zwanzig Schritte Ent⸗ fernung Einer nach dem Andern an den Häuſern hin, deren Farbe ihre Mäntel tragen; ſie gleichen Schat⸗ tengeſtalten, deren Daſein zweifelhaft iſt, und die oft den Blicken eines etwas nachdenklichen Vorüber⸗ gehenden entgehen. Auch iſt es, wenn man um zwei oder drei Uhr Nachts Paris durchſtreift, oft der Fall, daß man mehreren grauen Patrouillen begeg⸗ net iſt, ohne ſie nur geſehen zu haben, von ihnen iſt man aber ſicher bemerkt worden.
Dieſe Patrouille kennt ihre Leute: ſie wird den Jüngling, der vom Balle heimkehrt, den Lebemann, der ſich zu lange in der Geſellſchaft ſeiner Freunde aufgehalten, den Liebhaber, der ſich bei ſeiner Ge⸗ liebten verſpätet hat, nie arretiren. Sie kennt dieſe Leute an ihrem ganzen Weſen und täuſcht ſich darin nicht; aber ſie macht die Bewohner eines Erdgeſchoſſes oder eines niedern Entreſols darauf aufmerkſam,


