Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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ihr in's Ohr:„Nehmen Sie ſich in Acht, Fräulein⸗ trauen Sie dieſem Herrn nicht.“

Roſa⸗Maria blickt entſetzt den Kellner an, ſie weiß nicht, was ſie thun ſoll; aber Herr Richard zieht ſie mit ſich, und ſie befindet ſich ſchon mit ihm auf dem Boulevard. Es iſt ſpät und es gehen nur wenig Leute vorbei. Der junge Mann, welcher ſpürt, daß er nicht recht vorwärts kommt, packt Roſa feſt am Arme und will ſchnell gehen; er ſucht ſeine Schritte zu verlängern, indem er trällert:

„Vorwärts ſtürmt auf ihren Kanonenlauf!“

„Ha, meiner Treu', ich habe gut zu Nacht geſpeist „ſehr gut zu Nacht geſpeist!“

„Wohnt Ihre Tante weit weg, mein Herr?“

„Meine Tante?... Potz Henker, wie ſchlüpfrig iſt es auf dem Boulevard. ich meine, die Gasbe⸗ leuchtung ſei heute nicht ſo gut wie ſonſt... Stützen Sie ſich feſt auf mich, fürchten Sie ſich nicht, ich bin zuverläßig!“

Weit entfernt, zuverläßig zu ſein, ſchwankt Herr Richard alle Augenblicke hin und her. Bei dem Gaſt⸗ wirth war er nur betäubt, ſeit er ſich aber in der friſchen Luft befindet, iſt er völlig betrunken, er weiß bereits nicht mehr, was er ſpricht, oder vergißt we⸗ nigſtens, daß er, um das junge Frauenzimmer zu täuſchen, welches er am Arme führt, ſeine Plane verbergen muß.

Sie haben noch nicht fünf Minuten die Reſtau⸗ ration verlaſſen, verſucht Herr Richärd ſchon ſeinen