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Führer:„Gehen Sie hin, wo Sie wollen, mein Herr, ich warte hier, bis Sie gegeſſen haben.“
„Schau' mir Eines dieſen kleinen Starrkopf da,“ ſpricht Richard bei ſich ſelbſt.„Ha! Das ſollſt Du mir ſpäter bezahlen, Trotzige; ich will Dich dreſſiren, wenn ich Dich erſt unterworfen habe. Jetzt will ich's gelten laſſen, und da Sie bei mir über Nacht bleibt, brauche ich für den Augenblick kein Cabinet. Im Ganzen iſt es auch beſſer; ich hätte nur an Dumm⸗ heiten gedacht, während ich ſo ordentlich zu Nacht eſſe.“
Herr Richard entſchließt ſich ſomit auch, in den Salon zu treten, er heißt den Kellner zwei Gedecke legen, geht dann auf Roſa zu und will ſie zum Tiſch führen, aber das junge Mädchen ſträubt ſich, bleibt auf ihrem Stuhle ſitzen und ſagt:„Ich habe Ihnen ſchon erklärt, mein Herr, daß ich keinen Hunger habe, es iſt überflüſſig an den Tiſch zu ſitzen, ich eſſe Nichts.“
„Ei, Sie leben alſo von der leeren Luft, meine Theure? Entſchuldigen Sie, Fräulein, aber ſo viel ich weiß, haben Sie ſchon lange Nichts mehr zu ſich genommen.“
„Ich bin zu bekümmert und zu unruhig, um an's Eſſen zu denken, mein Herr.“
„Sie dürfen ſich keine Sorgen mehr machen, da ich Sie beſchütze, Ihren Ritter mache.. und meine Tante Ihnen Gaftfreundſchaft anbielet, können Sie beruhigt ſein. Kommen Sie, ſetzen Sie ſich in ge⸗ höriger Entfernung mir gegenüber; dann kann man uns für ein Ehepaar aus dem Marais halten.“


