Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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führen und ſtützt ſich ſogar feſt auf Herrn Richard, der in ſeinem Innern denkt:„Endlich iſt ſie mein! ich wußte wohl, daß ich zum Zwecke kommen würde: Beharrlichkeit führt in allen Dingen zum Ziele.“

Richard geht mit dem jungen Mädchen wieder auf die Boulevards zurück; da er aber ebenſo er⸗ müdet war wie die Kleine und vor Hunger faſt nicht mehr vorwärts konnte, lenkt er ſeine Schritte nach einer Reſtauration hin. Der junge Mann iſt gerade bei Kaſſe, was nicht oft bei ihm der Fall war und ſagt zu Roſa:„Ich meine, wir thäten nicht Unrecht daran, ſchönes Kind, wenn wir, ehe wir uns zu meiner Tante begeben, Etwas zu Mittag oder vielmehr zu Nacht eſſen würden, denn es iſt ſpät ge⸗ nug, daß man ſo ſagen kann.“

„O, ich danke Ihnen, mein Herr, ich habe keinen Hunger.“

„Aber ich, Fräulein, ich, der ich ſeit heute Mor⸗ gen Nichts mehr gegeſſen habe, der Magen ſchmerzt mich und auch die Müdigkeit erfordert es, daß ich mich ein wenig ſtärke.“

„Könnten Sie nicht vielleicht bei ihrer Tante eſſen, mein Herr?“

„Ich fürchte, ſie möchte Nichts vorräthig haben, um ſo mehr, als ſie uns nicht erwartet. Hier iſt ein ſehr guter Gaſtwirth, Fräulein, wo nur noble Leute hingehen.. wenn Sie nicht eſſen, ſo können Sie mir zuſehen; Sie können aber während dieſer Zeit wenigſtens ausruhen, und Sie werden mir ge⸗ wiß nicht leugnen, daß Sie müde ſind.“